Update #4: Von oben betrachtet sieht “Daisy” schon ziemlich beeindruckend aus. Anscheinend hat sie sich über dem Mittelmeer ordentlich vollgetankt.
Update #3: Die Wetterfrösche im Netz drehen durch: “Die uns bevorstehende Wetterlage wird Unwettercharakter haben und in die Geschichte eingehen! Einige werden sich an 1978/79 erinnern.” Ganz so schlimm wird es wohl nicht kommen. Vieles wird vom Wind abhängen. Für Brandenburg an der Havel werden Spitzenböen von 70 km/h vorhergesagt. Das ist schon ganz sportlich und dürfte die Lage verschärfen. Zum Thema Winter 1978/79 hier lang.
Update #2: Das Tief “Daisy” hat soeben Südfrankreich erreicht. Hier sieht man den dicken Brummer ziemlich gut. Hoffen wir mal, dass “Daisy” nicht zu weit westlich abdriftet. Auch drüben bei der UWZ gehen die ersten Warnungen online.
Update #1: Gerade hat der DWD eine “Amtliche Vorwarnung zur Unwetterwarnung vor starken Schneefall und Schneeverwehungen” herausgegeben.
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Das Hoch über Nordafrika hat sich inzwischen nach Ost verschoben und wird bald von einem zweiten aus West ersetzt. Das erste Hoch hat tatsächlich sehr heiße Luft (Tunis hatte 30°C Marke geknackt) über das Mittelmeer geschickt. Die mit viel Wasser aufgeladene Luft hat den Weg über den Balkan genommen und wird weiter nach Norden ziehen. Dabei verstärkt sich das Potential, da die Zufuhr warmer Luft anhalten wird. Im Norden (ab Höhe Polen etwa) wird es ziemlich sicher nach Nordwesten umgeleitet. Hier dürfte sich das Tief mit einem kräftigen Polartief vereinen und dann nach Süd ziehen. Damit trifft es dann wohl auch auf Deutschland.
Dazwischen wird sich das 2. Hoch über Nordafrika geschoben haben und erneut Sahara-Luft nach Norden lenken. Es wird sich fast zeitgleich eine Hochdruckbrücke von Norafrika über Mitteleuropa bis nach Grönland bilden. Diese Brücke wird (noch??) nicht stabil werden. Mit dieser Brücke aber wird die Bahn frei für das entstehende Tief in Nordeuropa (siehe oben).
Sollte diese Entwicklung tatsächlich so eintreten, dann allerdings wird es sehr ungemütlich in Mitteleuropa. Temperaturen bis -30°C wären möglich, dazu kräftige Winde aus nördlichen Richtungen. Und obendrauf auch noch kräftige Schneefälle im Windkanal.
Die Wetterlage bleibt äußerst spannend. So langsam sind die Modelle für das Wochenende belastbar. Derzeit wird für den Großraum Berlin am Wochenende Niederschlag von bis zu 18 mm vorausgesagt. Das wären dann umgerechnet fast 30 cm Neuschnee. Insbesondere der Sonnabend sollte für Schneefreunde ein kleines Weihnachtsfest werden. Achtung: Der starke Wind kann zu Schneeverwehungen führen. Boom-chakalaka!
Heute Nacht sollten wir unser Augenmerk auf die Außentemperatur legen. Wenn der Himmel aufreißt, dann – ja dann – sind bis zu -20°C drin. Respekt! Am Wochenende sollen sich die Temperaturen “normalisieren”. In der kommenden Woche geht es dann wieder abwärts… Grundsätzlich haben wir derzeit eine veritable Vb-Wetterlage (Mittelmeertief rauscht über die Adria heran und bringt Niederschlag nach Mittel-, Osteuropa – siehe Oderhochwasser), welche in der nächsten Woche in ruhiges, sehr kaltes Winterwetter übergehen sollte.
Für alle die hoffen, dass die Ostsee mal wieder zufriert… Frodo, es gibt Hoffnung:
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Eine tolle Zusammenfassung!
Allerdings reden wir von 20cm Neuschnee! Ich meine, wenn Winter, dann muss man doch auch mit den Flocken rechnen. Und 20cm ja darüber gibt es sogar Lieder, kleiner Peter – machen mir keine Angst
Danke! Tippspiel zur Neuschneemenge eröffnet…
Ja wenn es nur die 20 cm wären. Es soll aber auch starken Wind geben und dann wirds wirklich schlimm. Die Verwehungen sind dann das Problem, dann werden schnell aus 20 cm 1 Meter und mehr, an bestimmten Stellen. Das ist dann meist auf den Straßen und Bahnlinien. Wer sich noch an 78/79 erinnert, wird das noch wissen. Früher waren an der damaligen F 1, heute B 1, Zaunfelder aufgestellt, um Verwehungen zu verhindern. Aber heute braucht man das wohl nicht mehr.
Wir werden sehen wie sich das entwickelt.
Saukalt! XII // Daisy | BrandenBlog.com // 08.01.2010 um 09:46 Uhr
[...] Saukalt! XII // Es kann beginnen… // Boom-chakalaka! [...]