Ich bin unglücklich geworden, als ich versucht habe, andere glücklich zu machen. Ich fühlte mich wie ein trauriger Clown.
Ein bewegendes Interview, welches mich traurig und nachdenklich zurücklässt.
Er hat seine Geschichte aufgeschrieben, um endgültig das Stadion verlassen zu können.
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Ein bewegendes Interview. Ich hatte bereits Auszüge woanders gelesen. Ich denke, dass er mit vielen Dingen recht hat und mal eine schlechte Seite des Fußballs aufgezeigt hat.
Oh ja, das Zeit-Dossier ist wirklich hervorragend. Da ist Sebastian Deisler und dem Zeit-Team etwas wirklich Großartiges gelungen – und auch etwas sehr Wichtiges. Nach der anfänglichen Gänsehaut bekam ich ein richtig beklemmendes Gefühl… was soll das erst beim Buch werden? Ich weiß gar nicht was ich spannender fand: die Schilderungen über Nike, oder doch die über Magath & Macht, die unbeantworteten Emails? Mir blieb allerdings ein anderer Satz im Kopf: “Ich bin froh, dass ich durch meine Zeit im Fußball die finanzielle Freiheit habe, in Ruhe zu schauen, was ich machen möchte. Dafür hat es sich gelohnt. Den Rest betrachte ich als Schmerzensgeld.”
Ich wünsche ihm ganz ganz viel Glück in Lörrach und hoffe, dass ihm dieses Buch die restlichen 15 % Genesung bringen werden! Denn Sebastian hat bei mir ein Stein im Brett…
Ich hatte immer noch gehofft, das er es nochmal auf das alte Leistungsniveau schaffen würde und ein Comeback anstrebt. Er war ein sehr guter Fußballer, seine Art zu spielen fehlt heute eigentlich in der Nationalelf
SternTV von gestern war auch sehr interessant. Er ist in meinen Augen noch immer ein gebrochener junger Mann. Als Jauch etwas nachgehakt hat, ist er ja fast zusammengebrochen. Seine Mimik und Gestik sprachen in diesem Interview Bände…
Mag ja sein, dass er in Berlin nen Knacks bekommen hat weil die bösen Fans ihn ausgepfiffen haben weil er 20 Mio!!! Handgeld bekommen hat vor seinem Bayernwechsel aber er sollte nicht vergessen, dass es erstens bei jedem anderen Verein bei wechselwilligen Spielern auch passiert und zweitens ihm das erst finanziell ermöglicht hat sich mit 30 Jahren zur Ruhe zu setzen und ein Leben in Saus und Braus zu führen was andere Arbeitnehmer die auch under psychischem Stress und Druck leiden wohl nie können. Das ein Verein einem Angestellten verbietet schon zu Beginn der Saison seinen Wechsel zu verkünden ist so ungewöhnlich auch nicht wenn man Unruhe im Umfeld vermeiden möchte. Und das der Scheck der Bayern in der BILD abgedruckt wurde und somit das mit der Handgeldsumme öffentlich wurde, hat S. Deisler wohl selbst durch eine Unvorsichtigkeit zu verschulden. So schlimm die Situation auch für ihn gewesen sein mag, so wurde er doch dafür fürstlich entschädigt. Er wurde sicher nicht gezwungen Fußballprofi zu werden mit allen Annehmlichkeiten aber auch Unannehmlichkeiten. Alles hat seine Vor- und Nachteile und nur die Vorteile alleine bekommt man nicht wobei ich das letztendlich nicht gut heiße was da abgelaufen ist. Zudem hat er einen Manager/Berater gehabt, der ihn ja auch vor der einen oder anderen Situation hätte bewahren können oder im Nachhinein sogar müssen. Den Verein Hertha BSC als Alleinschuldigen an seiner Situation hinzustellen kann ich nicht gutheißen. Wenn es immer so einfach wäre dann hätte die Bundesliga schon zahlreiche gebrochene Persönlichkeiten zu Tage gefördert. So hart wie es klingt so ist das Geschäft dafür wird mal als Teil des Ganzen auch fürstlich entlohnt. Dennoch wünsche ich ihm natürlich alles Gute und wenn er mal wieder ne schöne Reise nach Nepal oder anderswo macht kann er ja mal daran denken wer ihm das ermöglicht hat und vielleicht auch ein wenig mit einem lachenden Auge in die Zukunft schauen und mit der Vergangenheit abschließen.
Sorry für kleine Tippfehler aber die Kommentarbearbeitung scheint nicht richtig zu funktioniern.
Der Gesamteindruck von Sebastian Deisler bei Günther Jauch stimmt mit dem Titel des Buches keinesfalls überein. Er machte auf mich den Eindruck, daß er noch einen langen Weg bis zu seiner Genesung vor sich hat. In Interviews bestätigt er dies aber auch. Seine Zukunft steht in den Sternen, aber ich empfinde es als sehr traurig, daß solch ein begabter Mensch mit 29 Jahren seinen Traum nicht leben konnte – nämlich Fussball auf höchstem Niveau spielen zu können, nur weil er nicht hart genug für das Geschäft ist. Zuerst wird er von allen als der große Retter für den deutschen Fussball gefeiert und dann genauso schnell wieder fallengelassen und ein sensibler Mensch – wie jeder andere vermutlich aber auch – kann damit nicht gut umgehen. Er war unglücklich und hatte kein Netz, daß ihn aufgefangen hat. Seine Rettung war die Depression, besser als Selbstmord oder andere Krankheiten. Jetzt hat er die Möglichkeit, für sich herauszufinden, was er aus seinem Leben machen möchte. Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.
@Marc
Fans können manchmal sein wie kleine Kinder – brutal.
Das Buch hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Bin noch am grübeln, wie ich es werten soll.
Deisler beim Jauch:
Das Problem des Fussballs im allgemeinen (und des deutschen Fussballs insbesondere, weil der so unattraktiv ist, dass das Publikun nur mit Siegen zufridenzustellen ist),ist, dass er Unterhaltung für den Pöbel ist.Und der Pöbel kennt in seinem limitierten Verständniss der Welt nur zwei Kategorien: Gewinnen-Verlieren.Warum hat sich wohl der Torwart der Nationalmannschaft vor zwei Tagen das Leben genommen:Weil er fürchtete, wieder auf die Verliererstrecke zu geraten und der Mob hier keine Gnade kennt.Und das verlogene Theater seiner Teamkollegen und ihre zur Schau getragene Trauer kann nicht darüber hinwegtäuschen ,dass er als Weichei gebrandmarkt worden wäre, wenn er über seine Probleme gesprochen hätte.Man kann hier die Parallelle zu Deisler sehen, der trotz seines überragenden Talentes von Publikum und Mitspielern angefeindet wurde , weil er als Mensch in seinem Umfeld aus dem Rahmen fiel. Deisler ist nur ein Beispiel für einen Menschen der im Massensport Fussball nicht zurecht kam , aus dem einfachen Grund , weil es ein Sport für die Massen, “el pueblo”ist, wie der Name schon sagt.