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Die Generalisten aus Brandenburg an der Havel. Für nix zu schade!

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Kurz vor der Explosion!

21. Juni 2009 von Martina · 3 Kommentare · Brandenburg, Die Generalisten, Nachgedacht

Der Havelrummel ist ein langes Wochenende schon schwer zu ertragen und man sehnt sein Ende herbei; ganz kleinlaut wartet man einfach ab, bis es endlich geschafft ist – vorbei!

Aber nun kann und will ich meine Klappe nicht mehr halten, denn letzte Nacht muss der absolute Feuerwerks-SUPERGAU statt gefunden haben. Gegen 23:20 Uhr werde ich von Böllern geweckt und sofort ist mir klar, dass nun das “Highlight” beginnt. Ich versinke also wieder im Schlaf, um zehn Minuten später erneut zu erwachen – haben die einige Raketen vergessen? Nun denn… ein Paar Minuten später dasselbe Spiel… Jetzt wird mir einiges klar. Da hat man sich was ganz tolles überlegt! Das Feuerwerk wird bestimmt mit einer Lasershow angereichert, die nicht mehr davor abgespult wird, sondern schön störend mittendrin. Vielleicht wird auch die neue Havelqueen nicht mehr am Ende rangekarrt, sondern auch während des Feuerwerks.

Vergessen werden nur diejenigen, die sich ein schönes Plätzchen enfernt von der Beschallung am Havelufer suchten. Die Arschkarte hatten also alle, die sich am Alfred-Messel-Platz sammelten, die auf der Luckenberger Brücke standen, und auch die, die extra auf den Marienberg pilgerten. Hinzu kommen auch die, die extra nochmal in die Stadt gefahren kamen – aus Kimö, Plaue, Schmerzke, Klein Kreutz… und jene, die sich blöde auf ihren Balkon stellten – um? Ja was? Ein zerstückeltes “Etwas” zu bestaunen, dass sinnbildlich ist für den Größenwahn dieser Stadt. Das Havelfest ist kein Fest für alle, sondern nur für die Leute, die es bis Abends schaffen an der Jahrtausendbrücke auszuharren. Ach ja, nicht zu vergessen die selbsternannten VIPs, die bestimmt einen super Blick auf das tolle Szenario hatten; es wurde sicher eine Menge dafür bezahlt.

Ist nicht noch eine Rakete übrig um die Verantwortlichen auf den Mond zu schießen? Das wäre ein würdiger Abschluss des diesjährigen Affentanzes an der Havel – Euer Größenwahn macht mich rasend!

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3 Kommentare bis jetzt↓

  • FerdelNo Gravatar

    Ja, man kann es nicht anders sagen, es war eine Zumutung. Ich habe schwer bereut, dass ich mich Nachts mit meinem Liebling, die ich erst überzeugen musste, nach Brandenburg gequält habe.
    So ein mies abgeschossenes Feuerwerk habe ich noch nicht gesehen.
    Wann begreifen die selbst ernannten Supermacher Brandenburgs endlich, dass die Meisten wartenden Gäste keinen Platz mehr an der Wasserbühne finden. Die kommen nur wegen dem Feuerwerk und wissen nicht was los ist. Die sehen keine Lasershow und den anderen Pumperklatsch, die sehen nur ein schlecht abgeschossenes Feuerwerk und das ist alles und das auch nur teilweise, weil das Gelände nun mal so ist, wie es ist. Dazu lohnt sich der Weg nicht. Es war auch das letzte mal, danke sehr.

  • HirseNo Gravatar

    Das war schon Fett, Milliarden-Feuerwerk und Läsershow aus den siebzigern und immer wieder… “Brandenburg, die Stadt an der Havel…”, dann noch die Versteigerung vom Fundbüro früh morgens um acht, dass war auch so ein Knaller, der mich im Schlaf grämte. Allerdings fand ich nun die Töne der Brandenburger Symphoniker als Abschlußkonzert sehr angenehm, so als Anwohner mit offenem Fenster…

  • StephanNo Gravatar

    Ähnliches dachte ich gestern Abend auch. Irres Ding. Ein Stadtfest wird in Geiselhaft genommen.

    “Niveau ist keine Creme.”

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