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Die Generalisten aus Brandenburg an der Havel. Für nix zu schade!

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Die Waschweiber aus der Hauptstraße

14. Juni 2009 von Stephan · 4 Kommentare · Aus dem Leben, Brandenburg, Die Generalisten

Unsere Hauptstraße treibt mich noch in den Wahnsinn. Das in einer mittelmäßigen Stadt auch das Mittelmaß in der Hauptstraße herrscht – OK akzeptiert. Doch einige Dinge treiben hier ihre Blüte, die um die richtigen Worte ringen lassen. Das Epizentrum von Brandenburg an der Havel liegt gleich vorne am Beginn der Hauptstraße. Bei den Bäckersdamen von Steinecke habe ich jede Hoffnung auf Besserung aufgegeben. Das wird nichts mehr!

Direkt gegenüber hausen die Waschweiber aus der Hauptstraße. Dort preisen vorlaute und unfreundliche Fleischereifachangestellte ihre mittelmäßigen Speisen. Jeden Morgen betteln sie mit unqualifizierten, kodderigen  und stets zu lautem Geschrei um Aufmerksamkeit. Dabei hätten die Angestellten der Fleischerei Mahnke dies gar nicht nötig. Der mittelmäßige Brandenburger rennt denen, hoffentlich mangels Alternativen, eh die Bude ein. Am frühen Abend dann, wenn in Brandenburg an der Havel die Bürgersteige hochgeklappt werden, beginnt das große Reinemachen. Dann wird mit Wasser gewischt und gespritzt, was das Zeug hält. Wie im tiefsten Mittelalter wird der ganze Dreck dann über den Gehweg in den nächsten Gulli geschoben. Gerne wird auch die Rückseite zur Katharinenkirche zur Säuberung genutzt. Dort läuft dann die ganze Jauche in Richtung Kirche, da der dortige Gulli verstopft ist.

Gestern folgte dann die nächste Steigerungsstufe. Die City war gut gefüllt, der Musikalarm sorgte für Niveau, das Wetter passte und die Waschweiber legten los.  Diese hatten nichts Besseres zu tun, als ihre abendliche Prozedur in die Mittagsstunde zu verlegen. Der umtriebige Selbstständige aus der Hauptstraße entscheidet anscheinend selber, wann dort die Bürgersteige hochgeklappt werden. Der geneigte Brandenburger rollt verwirrt mit den Augen und wechselt die Straßenseite. Ein aufrechter Blogger aus der Stadt zeigte sich wehrhaft, blieb stehen, pöbelte kurz und sicherte für das Ordnungsamt entsprechendes Beweismaterial. Voilà!

Hauptstraße - Höhe Fleischerei Mahnke

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4 Kommentare bis jetzt↓

  • HaraldinhoNo Gravatar

    Stephan,
    mit dem Artikel triffst du den Nagel auf den Kopf. Ich hab mich schon so oft über diese ” Reinigungstechnik” geärgert. Spätestens wenn ich das mal wieder mit bekomme, frage ich mich ,ob ich noch inner Stadt , oder schon aufm Dorf bin :-(

    Guter Artikel, weiter so

  • MartinaNo Gravatar

    Oh, Neuigkeiten aus meinem Lieblingsladen. Zum Glück ist mir dieser Anblick bisher erspart geblieben! Ich könnte wirklich ausflippen und den Michael Douglas in Falling Down machen.
    Herrlich ist ja auch die Absperrung, die sehr gut auf deinem Bild zu erkennen ist: WAS, SIE WOLLEN NOCH NE WURSCHT? UND DAS UM FÜNF VOR Zwölf?? Nix da – das sagt ganz eindeutig die Barriere, die diese tollen Weiber errichtet haben.

    Pfui!

  • HirseNo Gravatar

    Also ich sehe das etwas entspannter. Wenigstens putzt hier mal einer seinen Laden. Es gibt leider viele “Aussteller”, da möchte man nicht mal auf zwei Meter ran ans Geschäft. Das die Damen da nun kurz vor Schichtende putzen find ich eher normal. Über die Methodik könnte man sich streiten, aber ORDNUNG MUSS SEIN.
    Gruss

    • StephanNo Gravatar

      Ne, ne Hirse. Meine Entspannungsübungen helfen nicht mehr. Etwas mehr Ordnung würde mir ja schon reichen.

      Grundsätzlich ist die Art und Weise in diesem Schuppen ein Stück aus Absurdistan. Freche, primitive Gaukler stehen da hinter der Theke.

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