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Update: Feuerwerkslaboratorium in Kirchmöser // Deutsche Bahn

29. Mai 2009 von Stephan · 1 Kommentar · Brandenburg, Damals, Die Generalisten, Heimatkunde, Kirchmöser

Update 29.05.09: Gerade habe ich wieder etwas Spannendes gelesen und damit dazugelernt. Ich möchte es dem geneigten Leser nicht vorenthalten.

In den ehemaligen Verwaltungsgebäuden des Feuerwerkslaboratoriums richtete die Reichsbahn in den folgenden Jahren (Anm.: 1923) die Reichsbahnzentralschule ein, die der Ausbildung mittlerer und höherer Bahnbeamter diente.

Sebastian Kinder und Thomas Prorada (2006): Brandenburg an der Havel und Umgebung: Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg and der Havel, Pritzerbe, Reckhan und Wusterwitz, S. 255-264

Das nenn ich doch mal eine Vorgeschichte, welche fortgesetzt werden sollte! Im Übrigen ist das als Quelle angegebene Buch ein absoluter Lesetipp für alle, die sich für die Landeskunde von BRB und Umgebung interessieren.

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18.05.09

Nachdem der Artikel Steinmeier, der Außenminister von Kirchmöser // Feuerwerkslaboratorium einiges an Echo erfahren hat, möchte ich heute nachlegen. Die letzten Tage hat es mich wiederholt raus zum Feuerwerkslaboratorium gezogen. Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass nur die Bahn mit ihren Partnern in der Lage sein wird, dieses tolle Ensemble zu retten. Weiterhin glaube ich, dass dieser Gebäude-Komplex ideal auf die Bedürfnisse der Bahn zugeschnitten sein könnte. Ein paar Mal habe ich hören müssen, dass das ehemalige Feuerwerkslaboratorium zu klein für die geplante Ansiedlung der Bahn sei. Auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Nördlich und südlich der vorhandenen Gebäude sind mehrere Tausend Quadratmeter vorhanden, welche sich für einen Erweiterungsbau anbieten.

Schaut selbst:

Feuerwerkslaboratorium Erweiterungsfläche I

Feuerwekrslaboratorium Erweiterungsfläche II

Aus dem Denkmalamt erreichten mich folgende poetische Worte.

Das ehem. Feuerwerkslaboratorium wurde auch 1915/16 als repräsentativer Gebäudekomplex am Ufer des Wendsees errichtet; ursprünglich war dem Gebäude zum Ufer hin eine halbkreisförmige, von Linden gesäumte Terrasse vorgelagert, die zum
See hin bastionsartig abfiel (ist teilweise heute noch erkennbar). Nach Einschätzung des Landesamtes für Denkmalpflege, erinnert die Anlage mit seinen Arkaden, Tor- und Flügelbauten und Höfen eher an ein Lustschloss als an einen militärischen Zweckbau.

Wie recht sie doch haben! Erstmal wurde ich stutzig. Wendsee? Mir war nur die nahegelegene Fahrt und das umgebene Luch bekannt. Im empfehlenswerten Buch von Jörg Schulze – Das Eisenbahnwerk Brandenburg West – bekam ich Aufklärung. Der jetzige Wendsee hieß früher noch Plauer See. Und der Zipfel hin zum Laboratorium hieß Wendsee. Ursprünglich muss der See dort viel ausgeprägter gewesen sein. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wo der See hin ist. Aber auch das wird noch rauszufinden sein. Die damals gepflanzten Linden sind noch sehr schön zu erkennen. Diese sind mittlerweile fast 100 Jahre alt. Irgendjemand muss einen Faible für Linden gehabt haben. Vor meinem Elternhaus in Kirchmöser stehen auch so ein paar Hundertjährige rum.

Nachfolgend gibt es noch 2 Bilder, welche nochmal ziemlich eindrucksvoll zeigen, dass es sich lohnt, um dieses Ensemble zu kämpfen. Hoffentlich wird der Kampf auf lokaler Ebene auch irgendwann aufgenommen. Der frühe Vogel fängt den Wurm!

historische Postkarte Kirchmöser

zeitgenössische Zeichnung Feuerwerklaboratorium

Quelle: Das Eisenbahnwerk Brandenburg-West, Jörg Schulze, Verlag: Neddermeyer

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