Durch einen Artikel im Stadtkurier über den verstorbenen Magnus Hoffmann, wurde mir der Bürgerverein pro Kirchmöser wieder in Erinnerung gerufen. Gemeinsam bildet man derzeit mit den Grünen und den Gartenfreunden eine Fraktion in der SVV, welche sich BPG nennt.
Meine Sympathie für Kirchmöser sollte hier im Blog schon öfters zu Tage getreten sein. Kirchmöser ist meine Heimat. Die Mandatsträger von pro Kirchmöser sind im weitesten Sinne also auch meine Volksvertreter. Nur habe ich derzeit nicht das Gefühl, dass sich die beiden gewählten Mitglieder der SVV, Ines Budick und Tobias Dietrich, ihrer Verantwortung außerordentlich intensiv stellen.
Es gib da draußen genug Themen, welche es sich anzunehmen lohnt. Fangen wir mit den Großen an. Worldcat? Seegarten? Krankenhaus? Feuerwerkslaboratorium? Ich höre nichts! Es geht auch bescheidener. Marktplatz in Kirchmöser-West? Radwege und Fußwege in den Wohngebieten? Gränert? Bahnhof? Niente! Nun, immerhin ist Herr Dietrich auf dem Gebiet des pseudophilosophischen Räsonierens ein gern gesehener Stichwortgeber für die lokale Presse. Darin scheint man sich zu gefallen. Weiterhin definiert man sich derzeit augenscheinlich über die Rolle des gerngesehenen, braven Mehrheitsbeschaffers. Die Umarmungen der mächtigen Partner auf der linken Seite sind mittlerweile so stark, dass einem die Luft weg bleibt. Pro Kirchmöser wird daran ersticken.
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Hallo Stephan?,
durch Zufall bin ich auf Ihre Seit gekommen und fassungslos über das was Sie dort (wahrscheinlich aus völliger Untkenntnis der Tatsachen) schreiben. Seit 1990 bin ich aktives Mitglied im Bürgerverein. Wir setzen uns im Bürgerverein mit unserer knappen Freizeit für die Belange von Kirchmöser ein. Ich selbst habe z. B. immer wieder versucht mit dem Eigentümer des Gränert im Gespräch zu bleiben, damit dort etwas passiert. Auch zu den anderen von Ihnen genannten Problemen haben wir in den ganzen Jahren schon so viele Aktivitäten gestartet. Scheint alles an Ihnen vorbei gegangen zu sein. Wir können jedoch kein fremdes Eigentum verkaufen. . .Kommen Sie doch einmal zu unseren regelmäßigen Zusammenkünfte, wo wir ständig die aktuellen Probleme besprechen und versuchen Lösungen anzuschieben. Gestern haben wir das gerade wieder nach meinem 10stündigen Arbeitstag getan. Wäre doch schön, wenn Sie mithelfen, statt nur zu meckern. Uns in eine politische Ecke drängen zu wollen, ist lächerlich. Wir sind alle parteilos. Sie auch? Uns ist das Wohl von Kirchmöser wichtiger, als sich in einer Partei zu profilieren.
Mit freundlichen Grüßen
Rita Geschke
sehr geehrte frau geschke,
im ersten satz ihres kommentars mir gleich unkenntnis zu unterstellen, ist nicht besonders souverän. auch auf die gefahr hin, sie noch noch fassungsloser zu machen, werde ich mich nicht einsichtig zeigen und ihren gesprächsrunden beiwohnen.
schön, dass sie alle parteilos sind, ich bin es nicht. wie sie dabei eine verbindung herstellen können, dass ihnen “das wohl von kirchmöser wichtiger” ist, als eine profilierung (ich?) in einer partei, kann ich nicht erkennen. vielmehr ist die dabei unterschwellig mitschwingende gutmenschen-attitüde nervend und nicht auszuhalten. was sie in ihrer „knappen freizeit“ machen, bleibt ihnen überlassen. aber seien sie bitte nach 10 stunden arbeit so tolerant, dass sie meine private sicht der dinge, die ich nach nur 8 stunden arbeit hier niederschreibe, ertragen.
dennoch muss ich schon zugeben, dass mich ihr kommentar zum nachdenken gebracht hat. nun überlege ich ernsthaft, mich wieder verstärkt in meiner partei zu engagieren. auch auf die gefahr hin, dann als profilneurotiker zu gelten. ich hoffe, ich mache mich dabei nicht „lächerlich“, da ja nach ihrem weltbild gut und böse eindeutig feststehen.
abschließend noch ein kleiner tipp: lesen sie den artikel noch mal in aller ruhe. sie werden feststellen, dass zwischen ihren ehrenswerten absichten und meinen zeilen mehr als ein blatt papier passt.
trotz alledem wünsche ich ihnen viel erfolg bei ihren aktivitäten.
gruß