Ein entspanntes Berlin-Wochenende liegt hinter mir. Das Politcamp 2009 ist vorbei. An diversen spannenden Sessions konnte ich mitwirken. Einiges Neues habe ich dabei gelernt. Es war durchaus inspirierend. Die Location war nur phantastisch. Den Höhepunkt, die Elefantenrunde am Sonntag, habe ich verschlafen, dass Hotelbett war zu bequem.
Eine fundierte inhaltliche Aufarbeitung werden ich hier nicht bloggen, das passiert gerade bei mir im Kopf. Andere können das besser als ich. Ich schätze mal, in der kommenden Woche wird da noch einiges durch die Blogoshäre getrieben werden.
Beobachtungen am Rande:
Der aufrechte Blogger trinkt Bionade. Nach 12 Uhr mittags gerne auch mal ein Becks. Die Zweipunktnuller aus der Arbeiterpartei treten häufig im Rudel auf und feiern sich am liebsten selber ab. Anscheinend werden in der Nordkurve des Willy-Brand-Hauses dazu Seminare angeboten. Blogger und Twitterer der Kanzlerinnenpartei tragen grundsätzlich blaue Hemden und neigen zu autistischen Zügen. Grüne sind nicht nur in der Stadt Brandenburg an der Havel nett, sondern auch im Netz. Zumindest auf dem ersten Blick – hier wie da. Die Linkspartei ist konsequent; das Prekariat kann nicht bis 2 zählen, deswegen auch kein 2.0. Die ganze Veranstaltung war so etwas von liberal, da sind mir die Liberalen gar nicht aufgefallen. Fast alle Anwesenden ohne Parteibuch könnten locker in einem Straßencafe in Mitte oder Friedrichshain sitzen und dabei schlau aussehen. Der Rest spielt wohl in seiner Freizeit noch World of Warcraft, auf Dauer bloggen und facebooken ist dann doch zu langweilig.
Im Umfeld von Roland Koch gibt es wunderbar charmante und kompetente Leute. Zumindest einen. Er trägt den Namen Alex Alexander Kurz, er hat die Online-Kampagne gegen den Wortbruch konzipiert und begleitet. Herzliche Grüße. Oliver Barracuda heißt in Wirklichkeit Oliver Zeisberger. Er hat es in 72 Tagen nicht geschafft, Thorsten Schäfer-Gümbel das Antworten auf Tweets bei Twitter beizubringen. Ansonsten: Guter Mann! Herzliche Grüße!
Die geneigte Webavantgarde tendiert ziemlich eindeutig zum Mac. Nicht nur zum Mac, eigentlich zu Allem, wo ein Apfel drauf ist. Die eierlegende Wollmilchsau ist dabei definitiv das iPhone. So spart man sich das eigene Netzteil. Ein quasi Monopol hat auch seine Vorzüge. Gut so! Wenn Apple dann bald ein eigenes Netbook ins Portfolio aufnimmt, dann ist die Welt endgültig im Lot.
Was bleibt? Wir haben keine Relevanz, aber wir machen das Beste draus. Immerhin!
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Besser kann man’s fast gar nicht resümieren
Klaus Lübke Blog » Bericht vom Politcamp 09 in Berlin - update // 04.05.2009 um 14:13 Uhr
[...] viel Echo in den Blogs und Medien. Wer will kann weiterlesen bei GenerationZweiNull, PatJe, BrandenBlog, mrtopf, Sprechblase, NRWSPD , Readers Edition und Sarah [...]
Schönes Fazit, besonders der Teil über die anwesenden Parteimitglieder ist sehr treffend!
Natürlich war’s ein Politcamp in einem Superwahljahr, aber ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht, dass der Linke mit dem Rechten, usw
Denn Kommentare wie Volker Becks “Im Altenheim. Also dort wo die CDU ihre Wähler abholt” langweiligen mich eher, bzw. erreichen bei mir genau das Gegenteil. Und das obwohl ich weder schwarz, noch grün bin.
mrtopf.de » Blog Archive » PolitCamp 2009: Mein Ergebnis // 04.05.2009 um 15:30 Uhr
[...] hier nur bedingt anzuwenden, denn eine öffentliche Meinungsbildung findet nicht statt. Wie brandenblog so schön schrieb: Was bleibt? Wir haben keine Relevanz, aber wir machen das Beste draus. [...]
Kann es vollkommen nachvollziehen dass dir nicht nach einem inhaltlichen Fazit ist. Bezweifele aber dass es andere besser koennen. Denke einfach die Veranstaltung gab da am Ende einfach doch nicht so viel Neues her. Umso besser deine Beobachtungen am Rande, freut mich das “Wir Gruenen” dabei so gut wegkommen, und koennte das meiste unterschreiben.
suedwestgruene gruesse carsten