Wie eine Stadt sich verändern kann… Damals war für mich die Fahrt von Kirchmöser nach Brandenburg etwas ganz Großes! Kaum hatte man das Ortschild passiert, fuhr man auf der langen Magdeburger Landstraße an dem Werk vorbei, das das gesamte Stadtbild prägte: Das Stahl- und Walzwerk. Ich klebte jedesmal mit meiner Nase an der Scheibe des Trabants und war beeindruckt von den riesigen Schloten, die sich gen Himmel erstreckten. Immer, sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg, zählte ich die Schornsteine: Eins, zwei, drei, vier… elf! Richtig, es waren elf Stück. Übrig geblieben ist kein einziger und so musste ich mich auf Bildersuche begeben.
Eine beeindruckende Aufnahme habe ich auf der Seite des Industriemuseums gefunden.

Verwandte Artikel:
- damals #1 – Fantomas Eine neue Rubrik: #damals. Sie umfasst unsere Kindheitserinnerungen und soll ein Sammelsurium werden, voll mit alten, schon...
- damals #2 – Gib Gummi! Der Kipper. Wer solch ein Teil besaß, konnte sich glücklich schätzen und war sich neidischer Blicke sicher....
- damals #3 – Calippo Sommer 1990. Ich war zehn Jahre alt und Calippo war mein Eis. Wenn es Taschengeld gab, dann...
- damals #4 – Prince of Persia Prince of Persia sein, war nicht leicht. Wie oft bin ich in den Abgrund gefallen und wurde...
- damals #5 – Dettmer Tank Damals – andere würden es als die gute, alte Zeit bezeichnen – spielte ich oft als kleiner...
Dazu muss man aber sagen, dass es 12 Öfen waren. Der eine Schornstein hat sich plötzlich über Nacht aus dem Staub gemacht. Keiner hat ihn gefunden. Nicht mal die staatlichen Organe, obwohl sie informiert wurden.