In den letzten Wochen bin ich witterungsbedingt öfters mit der Tram gefahren. Mit dem Rad war es mir entweder bei Glätte zu gefährlich oder bei Regen und Schnee zu ungemütlich. Dabei ist mir eines aufgefallen: Auch wenn ich nur kurze Strecken fahre, z.B. vier Stationen von der Kanalstraße zur Fouquéstraße, muss ich das reguläre Ticket für 1,20 € ziehen.
Mit dem kann ich dann eine Stunde umherfahren. Blöd ist, dass ich das aber gar nicht will. Mir ist schon klar, dass individuelle Fahrpreise nicht möglich sind. Aus Potsdam und Berlin kenne ich aber ein Kurzstrecken-Ticket; das bedeutet: Wer sechs oder weniger Stationen fährt, der zahlt 25 bis 50 % weniger. Das ist zum einen fair im Hinbkick auf die zwischen Passagier und Verkehrsgesellschaft ausgetauschte Leistung, und zum anderen macht es die Öffentlichen gerade bei schlechter Witterung auch für kurze Strecken attraktiv.
Nun frage ich mich also: Warum gibt es das in Brandenburg nicht (mehr)? Das würde mich mal interessieren. Ich habe den Verdacht, dies hängt zusammen mit der ansonsten schwierigen Refinanzierung des gesamten Streckennetzes. Sicher bin ich mir aber nicht. Jedenfalls zahle ich natürlich gerne, so lange meine Vermutung stimmt. Hier im Blog haben sich speziell zum Thema Tram ja schon des öfteren Interessierte geäußert (hier oder hier); vielleicht kennt ja jemand von euch den Grund. Über eine Aufklärung würde ich mich freuen.
Übrigens werde ich in den nächsten Tagen hier mal eine Umfrage zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsbetriebe in Brandenburg machen. Bis dahin!
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Es gab ja mal den Ansatz, die Verkehrsbetriebe hatten das Kiez-Ticket im Angebot. Damals wurde es laut VBBr eingestellt, weil die Nachfrage äußerst bescheiden war und sich die erhoffte Mehrnutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht einstellte.
Ich fahre witterungsbedingt auch des öfteren Tram und bis zur Arbeit sind es nur 4 Stationen. Auch ich finde es blöd, dafür den vollen Preis zu bezahlen! Ein Kurzstreckenticket halte auch ich für außerordentlich sinnvoll!
Brandenburg brauchte für seine Stahkwerke eine große Infrastruktur – damals. Nun gibt es hier nur noch Mittelstandsbetriebe und das große Liniennetz ist völlig sinlos geworden. Die Kosten für den Erhalt schieben die Fahrpreise.
Für unsere kleine Stadt braucht man nicht Bus & Bahn. Es gab da übrigens schon mal aus der Stadtpolitik die Idee, auf dei Tram zu verzichten. Ein Busnetz aus mittleren Elektrobusen währe schön und die großen Tram’s und Schlenker verschiffen, das währe mein Vorschlag.
In Brandenburg kann man alles innerhalb von 5min per Auto erreichen, was will man da mit Kurztickets?
P.S. ich fahre NUR Rad oder Auto. Für Radler sieht es in Brandenburg noch besch…er aus. Und dann noch die Fahrrad-Polente
@ hirse
Da du das mit den Autos ansprichst: Wenn alle anstelle der Autos die Öffentlichen nehmen würden, gäbe es das Finanzierungsproblem gar nicht. Und ökologisch sinnvoller wäre das allemal. Weil eben fast alle auch die 5-Minuten-Strecken mit dem Auto fahren (anstelle zu Fuß zu gehen bzw. das Rad oder die Öffentlichen zu nutzen), gibt es Erderwärmung, Luftverschnutzung durch Rußpartikel usw. Speziell im Sommer bemerke ich in Brandenburg immer wieder Ecken, wo die Luft wegen der Ozonwerte dünn ist, wo deutlich weniger Sauerstoff in der Luft ist.
Daher würde ich es genau anders herum sagen: Solange man nicht außerhalb arbeitet, braucht man in Brandenburg kein Auto! Noch gibt es ein gutes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Ich jedenfalls habe kein Auto und komme ganz gut ohne klar.
Ich würde für die 2 Stationen zum Bhf oder die 4 bis zur Arbeit auch ab und an mal die Bahn nehmen. Aber so laufe ich lieber die jeweils ca. 10 Minuten, da mir das Geld für den vollen Fahrpreis dafür echt zu schade ist. Das ist in nen Döner oder ein Eis auf dem Fußweg besser investiert!
Ich würde in der kurzen Zeit ja nicht mal einen Sitzplatz in der Bahn blockieren, müsste aber zahlen als wenn ich gemütlich quer durch BRB fahre. Fazit: Ich weiß gar nicht mehr wie eine Bahn von innen aussieht oder wie ich überhaupt an nen Fahrschein rankomme.
Hallo Rene, in Berlin braucht man kein Auto!
Fahr mal in den Stadtteil Plaue oder versuch nach 20 Uhr irgendwo hinzufahren. Wenn Du Glück hast, gibt es einen, einen, 1 “Nachtbus”. Für diese miese Anbindung an das öffentliche Netz zahle ich keinen Pfennig, geschweige – setzte einen Fuss in das laute, langsame “Eisenschwein” von Strassenbahn. Ich fahre jeden Tag mit dem Zug nach Berlin zur Arbeit und benutze in BRB das Rad oder Auto. Das hier ist ein überholtes öffentliches Verbindungsnetz mit überteuerten Preisen. Da nützt mir der “Umweltbonus” oder schlechte Gewissen gar nichts. Sorry – meine Meinung.
Gruss Hirse
Ursache und Wirkung stehen aber anders zueinander – und zwar genau umgekehrt. Weil eben jeder mit Auto nach Plaue fährt, wird nur noch ein Bus abends eingesetzt. Und weil nur so wenige die Öffentlichen nutzen, liegen die Preise so hoch. Das ist nämlich eine alte ÖPNV-Weisheit: Wenn viele fahren wird’s günstiger und verzweigter.
Dass die Tram laut und langsamer als ein Auto ist, mag stimmen. Dass Auto fahren grundsätzlich bequemer ist, glaube ich gerne. Richtig wird es dadurch aber noch lange nicht.
Übrigens meinte ich keinen abstrakten “Umweltbonus”. Mir geht es ganz konkret darum, auch in 4o Jahren noch ohne Atemschutz rum laufen zu können. Oder im Sommer bei Radtouren auch in zehn Jahren noch überall genügend Sauerstoff in der Luft zu haben. Mir geht es zudem um ganz konkrete Minimierung des Risikos, durch verschmutzte Luft Krebs zu bekommen (dieses Risiko wird leider häufig unterschätzt).
Tja, da wird es wohl immer viele Meinungen geben. Ich bin auch FÜR den öffentlichen Nahverkehr, aber eben mit kleinen Elektrobussen und ohne Straßenbahnen. Einem flexiblen Fahrplan und Nachtfahrten auch in “Grenzzonen”. Was den Krebs angeht, die Staublunge ist nicht das einzige Risiko im Leben, Pestizid-Obst / Gammelfleisch / Alkohol /Genfutter & neuerdings auch wieder Amokläufer. Es gibt immer einen Grund ins Gras zu beißen.
Ach ja und natürlich bezahlbare Fahrscheine (sagen wir 50 Cent oder am besten Umsonst), dann währe ÖVP auch wieder gefragt!
Gruss Hirse
Nun machen die VBBr Öffentlichkeitsarbeit, am Bahnhof sind flyer an den Fahrrädern befästigt und heute gab es Präsentbeutel und eine Verlosung. Es geht um das “Zusatzticket Stadt Brandenburg” 10€ mehr und Brandenburg im Abo nutzen.
Gestattet mir doch einen kleinen Einwurf in Sachen umweltverträglichkeit des ÖPNV…
Allgemein kann ich der Aussage, dass in BRB so ziemlich jeder Weg zu Fuss oder mitm Radl absolviert werden kann zustimmen. Ausnahmen bilden wie immer Wetter, Uhrzeit, körperliches Befinden, Eile, Lust und Laune…
Das die Straßenbahnen und Busse soooviel besser in der Ökobilanz dastehen vermag ich allerdings nicht so zu glauben!
Womit wird denn so eine Straßenbahn in Bewegung versetzt? Mit Strom doch wohl – und leider kommt dieser nicht, wie einem diverse Interessenverbände klar machen wollen, aus der Steckdose und gut ist, sondern wird noch zum größten Teil in Atom- oder Kohlekraftwerken erzeugt. Und diese Kraftwerke versauen dann anderen Orts die Luft… von Wegen Ausstoß von Ozon, CO2 usw.!
Und der ÖPNV verbraucht Strom, egal ob in der Bahn 3, 13 oder 33 Leute sitzen. Soviel also zur Öko- / CO2 Bilanz des ÖPNV…
Meiner Meinung nach ist Brb definitiv zu klein für ein kostspieliges Straßenbahnnetz. Kosten für Verlegung, Wartung und Ausbau des Schienennetzes stehen m.E. in keinem Verhältnis zum Nutzen bzw. Ertrag. Eine Flotte von Bussen diverser Größe wäre optimal den Innenstadtbereich und das “Umland” anzufahren.
Und mit Bussen meine ich eine gelungen Mischung aus Diesel, LPG / Auto-Gas, Hybrid oder E-Antrieb.
Die Vekehrsbetriebe mussten vor kurzem die Preise an die geänderte Energiepreissituation anpassen. Dabei fiel das Kurzstreckenticket weg. Man entschied sich für diesen Weg, anstatt das normale Ticket teurer zu machen. Vorher gab es also Kurzstrecke für 1 Euro und Normalstrecke 1,20 Euro, jetzt gibt es nur noch Normalstrecke für 1,20 Euro. Man hätte den Ticketpreis für die Kurzstrecke ebenfalls erhöhen müssen, wenn man die Kurzstrecke behalten wollen. Aber ich denke nicht, dass jemand für 1,10 Euro eine Kurzstrecke gekauft hätte, wenn man für gerade mal 10 Cent mehr eine ganze Stunde fährt.
In anderen Städten werden derzeit übrigens sogar die Straßenbahnnetze ausgebaut. Der Bus als Bevörderungsmittel ist nämlich teurer auf mittel- bis langfristige Sicht betrachtet. Und wenn man in Brandenburg die Tram abschaffen würde, würde nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt verschwinden, sondern man würde auch an der einen oder anderen Stelle ein regelrechtes Verkehrschaos anrichten. So wäre z.B. die Steinstraße durchgehend mit Bussen verstopft. Denn für eine Straßenbahn die man ersetzt, benötigt man mindestens 2 Busse.
Übrigens fahren ältere Menschen lieber Straßenbahn als Bus, da man mehr Möglichkeiten zum festhalten hat und die Bahn nicht so apprubt anfährt wie ein Bus, so dass die Sturzgefahr geringer ist.
Sch… ich will die EDIT-Funktion auch wieder haben, zumindest ein 5 Minutenfenster wäre o.k.!!!
Eigentlich wollte ich noch zum Kern des Themas kommen.
Ich glaube einfach die Tatsache keinen Kurzstrecken-Tarif anzubieten liegt m.E. darin, dass zum einen ein Grossteil der Nutzer eh nur kurze Strecken fährt – mit Ausnahme Hohenstücken und / oder Plaue und somit bei Beibehalten des normalen Fahrverhaltens weniger eingenommen wird oder schlicht und einfach die Intention darin liegt ABOs zu verkaufen und somit feste, regelmäßige und somit planbare Einnahmen zu generieren. Wenn denn nur das Angebot für ein Abo entprechend attraktiv wäre – siehe Hirse…
@Meierle
Habe die gewünschte Funktion wieder bereitgestellt.
@stephan: danke
ich also auch mal zum thema öpnv.
aber mit nem bisserl Excel und einer Datenbasis der VBBr und der Stadtverwaltung sollte sowas jeder können der im 6. Semester BWL ist
ich bin grundsätzlich ein auto-fan, was daranliegt das ich nicht in brb arbeite und deshalb auf auf die karre angewiesen bin… aber was zum thema bahn vs. bus und die kosten für die Wartung, Verlegung & Ausbau des Schienennetzes. Wenn Ihr diese Kosten in den Bahnverkehr einrechnet, wo fährt den der Bus? Genau auf der Straße und auch diese muss gewartet werden. Soll bedeuten du musst die Kosten für die Instandhaltung und den Ausbau der maroden Brandenburgerstrassen auch auf die Busse umlegen. Leider bin ich kein Controller
@ CT
Danke für die Info. Und: Ich gebe dir Recht, 1,10 € wäre für ein Kurzstrecken-Ticket wenig sinnvoll.
@ Kohle
Controller???, unterlasse er bitte solch beleidigende Worte ;O)
Natürlich fährt der Bus auf der Straße, und natürlich hast du recht, das hier ebenfalls Kosten der Instandhaltung anfallen, die anteilig auf den Busverkehr umgelegt werden müssen. Aber der Bus ist nicht auf Schienen angewiesen und kann OHNE diese auf der Straße fahren.
Für eine Straßenbahn fallen ZUSÄTZLICH zu den Kosten für die Unterhaltung der Straße, Kosten und Aufwand für Schienen, inkl. Sperren und Aufreissen der Straße, für das Verlegen neuer Schienenstränge, Weichenanlagen, Stromleitungen, eventuellem Neuverlegen von Versorgungsleitungen etc. an, die du wohl nicht hättest, wenn der Bus einfach nur auf der Straße rumtuckert.
Auch hätte manche Brandenburger Brücke wohl kostengünstiger und architektonisch wertvoller gebaut werden können, wenn nicht eine Nutzung für den Straßenbahnverkehr hätte einberechnet werden müssen…
Lass uns jetzt bitte nicht noch über statische Probleme, maximale Belastung / qm und Bodenerrosion reden, mir tun schon die Fingerkuppen weh – das kären wir dann heute bei Helga!!! Wehe du kneifst ;O)
@ Falki – mutschas Grazias!!!
Vergleichend zum Preis von 1,10 € für das Kurzstreckenticket – ohne Bewertung entsprechender Stunden- oder Tagestarife – die Tarife anderer regionaler bzw. überregionaler Anbieter.
ViP Potsdam – 1,20 € (6 Haltestellen)
BVG Berlin – 1,30 € (6 Haltestellen)
VRR – Verkehrsverbund Rhein / Ruhr – 1,30 €
LVB Leipzig – 1,40 €
Grundsätzlich macht ein Kurzstreccken Ticket Sinn, aber wie in allen Beiträgen angemerkt wurde müssen die öffentlichen Verkehrsmittel irgendwie ihre Kosten, ansatzweise decken.
Meines Wissens sind sie nicht umsonst größtenteils in Öffentlicher Hand, da die meisten “Unternehmen” eben Verluste erwirtschaften. Der Fahrpreis ist also dafür da, zumindest die Fixkosten ansatzweise zu decken. Lassen Sie das Kurzstreckenticket weg und “zwingen” die Menschen ein teueres Ticket zu kaufen, rechnet es sich genau dann, wenn genug Mitfahrer diese Mehrkosten zahlen und eben nicht eine Alternative (Schwarzfahren, Fahrad, etc.)suchen… Dies zum Thema Controller
Nun bei dieser Diskussion muss man wohl mal mit reden
Da ich selber ein sehr intensives Praktikum bei einem Verkehrsbetrieb (nicht BRB) gemacht habe, kann man da ganz gut mit reden.
Zum Kurzstreckenticket:
Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel sind im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit drinne. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (im Folgenden nur als VBB bezeichnet) legt die Preise, Tarife und die Auswahl an Tickets (ich mein, damals hieß das noch Fahrkarten) fest. Mit der vor einiger Zeit stattgefundenen Tarifanpassung hat der VBB das Kurzstreckenticket gestrichen. Die VBBr musste diesem Folgen, da sie ja ein Mitglied des VBB ist.
Zum Kietzticket:
Das Kietzticket war von der VBBr eine sg. “Eigenentwicklung”, um vor allem zu versuchen die Menschen auf die Bahn und auf dem Bus zu bewegen. Leider brachte auch dieses Ticket nicht die gewünschte Entwicklung, da das Ticket verhältnismäßig billig war und bei der geringen Nutzung sich nicht mehr rentierte.
Zur Optimierung des Nahverkehrs BRB:
Als ich das erste mal auf dem Liniennetzplan von Brandenburg an der Havel raufgeschaut habe, fiel mir eines auf: Brandenburg an der Havel hat ggü. anderen Städten sehr viele Buslinien. Jede andere gleichgroße Stadt hat weniger Linien. Zudem gibt es auch Ortsteile wie z.B. Gollwitz, welche zu Brandenburg an der Havel gehören, aber nicht an das Liniennetz der Stadt angeschlossen sind.
Zur Verbesserung des Nahverkehrs würden mir folgende Optionen einfallen:
-> Straßenbahnnetzerweiterung nach Eigene Scholle und in den Stadtteil Nord. (Somit auch z.T. Stilllegung der Buslinie B, welche doch recht massenhaft genutzt wird)
-> Fusion der Buslinie H und W, Strecke: Fontanestraße – Brielower Str. – Nicolaiplatz – F.-Lassalle-Str. – Hauptbahnhof – Potsdamer Str. – Wust, EKZ oder Gollwitz.
Zu Tram vs. Bus:
Ich denke, Brandenburg an der Havel, eine Stadt mit 72.000 Einwohner braucht beide Systeme. Das heißt Omnibus und Straßenbahn. Auf dem Fahrgastgerechnet ist eine Straßenbahn billiger als ein Omnibus. Auch sollte man folgendes bedenken: Eine Straßenbahn hat eine Haltbarkeitsdauer von 30-40 Jahren. Ein Omnibus hält maximal ca. 10-13 Jahre.
Das kann man auch beweisen: Der erste Tatra KT4D kam 1979 nach Brandenburg und fährt bis heute, teils in den Nachwendezeiten mit Niederflurmittelteilen ausgerüstet, durch die Stadt. Das sind immerhin schon 30ig Jahre. Man hat nur 1995 vier Niederflurwagen (MGT6D) beschafft und halt die Maßnahme mit den “Sänften” vollzogen. Jetzt muss man auf dem Bus schauen. Von 1979 bis heute, 2009, hatten wir wieviele Neuanschaffungen von Omnibussen? Von IKARUS über SETRA bis zum Mercedes und jetzt die Citaros?? Nun kann ggf. auch von den Bustypen her abweichen, aber der richgie Gedanke bleibt. 30 Jahre lang wurde nur in den Omnibus investiert. Dauert wurden neue Busse angeschafft, während die Straßenbahn ihren Fahrzeugpark nur “aufgefrischt” hat. Und trotzdem meckert man über die Straßenbahn, weil sie sooo teuer ist. Nun, wenn man bedenkt das Strom billiger ist, als Benzin, wo der Preis ständig steigt. Auch nutzen sich die Straßen mehr ab, wenn dort ein Bus verkehrt. Das kann man zum Beispiel am Betriebshof der Verkehrsbetriebe sehen. Kurz vor der Einfahrt auf das Depotgelände hat die Asphaltstraße schon ihre ersten Risse; im Jahr 2000 wurde der Betriebshof bezogen. Ob Strom aus den Kraftwerken kommt, kann man nur behaupten. Zum Beispiel habe ich in Potsdam gesehen, dass an Oberleitungsmasten auch Solarzellen für die Stromzufuhr angebracht wurden. Das könnte man in Brandenburg an der Havel genau nachmachen!! Auch speisen die Straßenbahnen beim Anhalten einen ganzen Teil an Strom in die Oberleitung zurück! Damit kann man immerhin Kosten sparen. Wie gesagt, Brandenburg braucht beide Systeme, Bus und Bahn! Andere kleinere Städte wie Nordhausen oder Halberstadt machen es vor. Da wird die Straßenbahn erhalten und das bei sinkender Einwohnerzahl. In Frankfurt an der Oder hat man sogar für ein paar Millionen Euro die Straßenbahngleise am Bahnhof verlegt, aus einer Allee an die Straßenseite.
Ich finde, statt nur rumzumeckern und “abzuschaffen” sollte man überlegen, wie man beide Systeme besser verknüpft. Hier in Brandenburg an der Havel kann man von einigen Städten noch viel lernen.
gez. Ron