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Die Generalisten aus Brandenburg an der Havel. Für nix zu schade!

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Kurz nachgedacht: Opel

19. Februar 2009 von Stephan · 14 Kommentare · Die Generalisten, Nachgedacht

Ich schaue zuviel Nachrichten. Opel, Opel, Opel. Bitte deutscher Staat, folge dem schwedischen Beispiel bei Saab und steige nicht bei Opel als Weißer Ritter ein.

Es gab hier in Brandenburg an der Havel Anfang der 90er eine ähnliche Situation. Es ging um das Stahl- und Walzwerk. Als alle nach dem Staat schrien, schickte man uns die Treuhand.

Entweder es findet sich ein nichtstaatlicher Investor für Opel oder der Laden gehört abgewickelt. Bumms. Aus. Nach dieser Methode sind hier im Osten blühende Landschaften entstanden.

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14 Kommentare bis jetzt↓

  • RenéNo Gravatar

    Treuhand, war das nicht genau anders herum? Die sollte doch ehemals volkseigene Betriebe der DDR privatisieren. Gescheitert ist sie dann im Wesentlichen, weil sich viele Betriebe nicht verkaufen ließen oder an dubiose private Käufer übereignet wurden (Fördermittelmißbrauch etc.).

    Wobei ich einräume, die Verhältnisse von Walz- und Stahlerk nicht zu kennen.

    Vielleicht kannst du deinen Vergleich noch mal kurz erläutern?

  • StephanNo Gravatar

    Im Allgemeinen möchte ich damit nur anmerken, dass nennenswerten Teilen industrieller Ballungsräume in Westdeutschland ein ähnlich schmerzhafter Umbruch bevorsteht, wie damals in BRB. Ich gebe zu, heute unter völlig anderen Vorzeichen. Jedoch wurde mit unseren Schlüsselindustrien nicht so “behutsam” umgegangen. Diese wurden dem “Markt” überlassen. Finito. Diese ordnungspolitische Kehrtwende 20 Jahre später ist zumindest bemerkenswert.

    Ansonsten: “Der fortwährende Zynismus sei mir nachgesehen, ich kann nicht anders.”

  • MartinaNo Gravatar

    Opel will jetzt eine 1,8 Milliarden Bürgschaft… Unglaublich. Was weltweit in die Automobilindustrie und in die Banken gepumpt wird ist unvorstellbar – mit sowas kann ich nicht leben. Erst recht nicht, wenn ich mir vorstelle, was man mit diesem Geld alles anrichten könnte. Damit meine ich WIRKLICH Wichtiges (ja, jetzt werde ich polemisch): Altenpflege, Kindergärten, Schulen, Bildung, Medizin, Umweltschutz, erneuerbare Energien, Kultur…
    ich träume weiter.

  • pixelNo Gravatar

    …erneuerbare Energien,… find ich gut … und opel braucht kein mensch … wir reden da über glaub ich 25000 menschen … ich könnt mir vorstellen das da bestimmt 5000 von zeitarbeiter sind bleiben 20000 .. davon gehen in den nächsten 2 jahen bestimmt 5000 in rente … bleiben 15000 … mhhh wahrscheinlich billiger den leuten arbeitlosengeld zu zahlen als milliarden zu versenken und dann opel doch zu schliessen …

  • HirseNo Gravatar

    Freche Behauptungen fordern freche Kommentare. Opel ist kein stinkender Schrottbetrieb wie unsere ehemalige Dreckschleuder. Zudem hängen dort weit mehr Arbeitsplätze dran. Und der Aufbau Ost kann sich auch mal freuen, wenn West unterstützt wird. Übrigens ist Opel auch in Eisenach vertretten.
    Ich bin für die Garantien an Unternehmen, möchte als Bürger aber auch mit meinen Steuergeldern entsprechend beteiligt werden!

    Gruss Hirse

  • MartinaNo Gravatar

    @ Pixel: Opel braucht wohl doch jemand… z.B. die Arbeiter von Opel brauchen Opel. Für mich sind das ganz arme Schweine. Alle, die die Schließungen damals in Brandenburg mitgemacht haben wissen, wie sich die Leute von Opel heute fühlen. Arbeitslosigkeit ist was Schlimmes… egal, ob es kostengünstiger wäre!

    Mir ging es um was Anderes – Was ist bei Opel schief gelaufen? Wie ist es möglich, dass 1,8 Milliarden (!) benötigt werden? Das Problem liegt im Grundsatz. Eine Lösung muss her, aber keine staatliche in diesem Ausmaß, zuviel ist zuviel. Es müssen neue Wege gegangen werden, wie auch immer diese aussehen mögen.

  • pixelNo Gravatar

    es war auch überspitzt geschrieben … ich bin sicherlich nicht der perfekte wirtschafswissenschaftler, warum auch bin ja nen IT-.Gott ;-) , aber das was momentan abgeht ist mit etwas abstand betrachtet abartig … da werden gelder in den markt geworfen und keiner kommt ran .. das beginnt bei 2500€ verschrottungsprämie …. und endet bei 102 milliarden für die hre …

  • RenéNo Gravatar

    Opel produziert aber – im wahrsten Sinne des Wortes – Dreckschleudern.

  • VadderNo Gravatar

    Jeder Popel fährt nen Opel, jeder Lord fährt nen Ford.
    Aber Herr Hirse denken Sie doch mal richtig zurück. Unsere Arbeitsplätze wurden damals Rheinhausen geopfert mit zutun der Gewerkschaften und nicht anders. Das war auch so eine Dreckschleuder und die schleudert heute noch.

  • StephanNo Gravatar

    @Vadder
    War das nicht die Maxhütte aus Bayern? Rheinhausen kommt mir aber auch bekannt vor. Jedenfalls wurde damals ordentlich gefingert, insbesondere von den “Arbeitnehmervertretern”. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich die IG-Metall Fahne noch heute neben der Hauptverwaltung sehe. Die Alte aus 1990 wurde neulich sogar durch eine Neue ausgetauscht. Bizar.

  • VadderNo Gravatar

    Ja es war damals schon doll, das war aber eindeutig Rheinhausen, dem sind wir zum Opfer gefallen, aber was solls war nun mal so.
    Kollegen, die damals ins Gewerkschaftsfeuer geschmissen wurden, haben schon dolle Dinger erlebt und erzählt.

  • Cornelius H.No Gravatar

    Stimme zu…der Staat sollte aufhören unreflektiert Geld zu verbrennen. Nicht mal diese Krise bietet Anlass dazu. Vielmehr sollte Deutschland den Rahmen schaffen, dass Rettung aus eigener Kraft möglich ist…mit Hilfe von Investoren und und und. Nur falls meine ausführliche Meinung und Utopie interessiert >>> hab mich bei mir ausgetobt Opel zu retten ;)

    Gruß aus Hamburg

  • GodwNo Gravatar

    Die Situation zu Beginn der Neunziger lässt sich mit der heutigen nicht gut vergleichen – schon deshalb nicht, weil es bei Opel nicht um ein Unternehmen geht, das Fehler gemacht hätte, während die alten DDR-Betriebe keine Perspektive mehr hatten. Aber interessanter finde ich die politische Dimension, die sich aus dem Fall Opel ergibt:

    http://tonwertkorrekturen.wordpress.com/2009/02/21/krise/

    Godwi

  • KreditinstituteNo Gravatar

    Das von Opel nur schlechte Autos kommen stimmt so nicht. Sie sind zwar nicht mit den Produkten von Mercedes vergleicbar, aber das war auch nie das ziel von Opel. Und der Konzern selbst hat nicht wirklich was falsch gemacht, eher die Führerschaft aus Amerika. Nur wenn sich opel vom Mutterkonzern lösen kann, kann das Unternehemn gerettet werden.

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