Strahlungsnebel bildet sich in klaren, windstillen oder windschwachen Nächten, wenn sich der Boden und die darüberliegende flache Luftschicht durch ungehinderte Wärmeausstrahlunggegen den wolkenlosen Himmel unter den Taupunkt abkühlt. Beginnt demnach als flacher Bodennebel, der mit zunehmender nächtlicher Ausstrahlung nach oben wächst, wobei dann die oberste Schicht des Nebels die Ausstrahlung übernimmt. Selten über 200m vertikal mächtig. Im Gegensatz dazu entsteht an der Obergrenze einer Dunstschicht der Strahlungshochnebel, der sich mit zunehmender Abkühlung bis zum Boden senken kann. Die Dunstschicht übernimmt hier anstelle der Erdoberfläche die Ausstrahlungsfläche.
Bereits im Frühjahr 2008 parkte das Google Streetview Auto direkt vor meiner Linse. Mitten im Herzen unserer Innenstadt sprach mich der Google-Spion an und fragte nach dem Weg zu einer vernünftigen Eisdiele. Ich kam seinem Wunsch nach und erklärte ihm die notwendige Route. Gerne hätte ich ihm sie per Streetview gezeigt. Bald nun ist Weihnachtszeit und Googles startet seinen Dienst in Deutschland. Brandenburg an der Havel ist zwar zum Roll-Out von Streetview noch nicht dabei, aber ich bin mir sicher, irgendwann werden auch wir unserer voyeuristischen Lust nachgehen können.
Auch auf lokaler Ebene wird dann die Datenschutzdebatte abheben, durchdrehen, überhitzen. Ein kleiner Tipp an alle Echauffierten: Vor-Ort-Termin mit der lokalen Presse vereinbaren; dabei filmen oder fotografieren lassen. Die Redaktionen stellen das Material dann sicherlich gerne in das Online-Archiv. Ziel mehr oder weniger erreicht.
Joe O’Herlihy, Sound-Gandalf und Dallas Schoo, Guitar Technician, auf dem Weg zur Arbeit. Fanboy-Foto mit Flügelzange bleibt wegen fraglicher Gesichtszüge unter Verschluss.
Und weil sich der Wegelagerer höflich und der Situation angemessen benommen hatte, bekam er zum Abschied eine Hostie ein Plektrum überreicht. Fette Beute!
#Damals rannten wir. Und wie wir rannten! Wir wussten genau, wofür wir rannten. Wir rannten um den besten Platz. Der beste Platz war unser Leben. Meisten rannten wir gegen 16.00 Uhr los. Immer im Sommer. Für den besten Platz in der Startaufstellung nahmen wir oftmals eine Übernachtung an unwirtlichen Orten in Kauf. Wir rannten auf stillgelegte Flugplätze, auf ein Expo-Gelände und auf Festwiesen. Wir rannten in allerlei Stadien. Wir rannten in die Waldbühne. Wir rannten in unsägliche Mehrzweckarenen. Wir ließen uns demütigen. Wir rannten treppauf und treppab. Wir rannten durch dunkle und lange Tunnel. Wir rannten in anderen Ländern. Wir hatten damals nicht das Gefühl, als dass wir rannten. Nur rückblickend rannten wir. Damals schwebten wir. Oder wir taumelten. Wir führten einen mentalen Kampf. Mit uns. Gegen andere. Gegen die Anderen. Wir hatten noch nicht gefunden, was wir gesucht haben. Ich bin noch immer auf der Suche. Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal nicht gerannt. Beim Zuschauen kamen mir die Tränen.
Meine Antwort umfasst weit mehr als unmittelbare Vergeltung und einzelne militärische Schläge. Die Brandenburger sollten sich nicht auf eine Schlacht, sondern auf einen lang andauernden Feldzug einstellen, wie wir ihn bislang noch nicht erlebt haben. Dazu können bedeutende militärische Schläge gehören, die im Fernsehen zu sehen sein werden, und verdeckte Operationen, die selbst bei Erfolg geheim bleiben werden. Ich werde die Finanzquellen der Diebe austrocknen, sie gegeneinander ausspielen, sie von Ort zu Ort jagen, bis es keinen Ort der Zuflucht oder der Ruhe mehr für sie gibt. Und ich werde Freunde verfolgen, die Ihnen Hilfe oder Unterschlupf gewähren. Jeder Brandenburger in jedem Stadtteil muss nun eine Entscheidung treffen. Entweder er ist auf meiner Seite oder auf der Seite der Diebe. Von diesem Tag an wird jeder Brandenburger, der weiterhin Diebe unterstützt oder ihnen Unterschlupf gewährt, von dem Blogbetreiber als feindliches Regime betrachtet.
Ich habe erkannt: Ich bin nicht vor einem Diebstahl gefeit. Ich werde Verteidigungsmaßnahmen ergreifen, um das Auto zu schützen. Mir wurde die Antenne geklaut.
Bei Reno gibt es derzeit 20% auf alles. Sie tun dabei so, als sei das eine Sensation, dabei ziehen diese Konsumaffen alle 2 Monate die gleiche Aktion durch. Sie stellen einen geschmückten VW-Bus vor die Tür, schließen diesen an den geregelten Stromkreislauf an und legen los. Sie machen Musik, als wenn es kein Morgen gibt als wenn es keine Nachbarn gibt. In der Regel bleiben diese Reno-Marketing-Nomaden 3 Tage am gleichen Ort, ziehen dann weiter und beglücken die nächste Fußgängerzone.
Das Hauptkatastrophengebiet ist der Freisitz vom “Stadtcafe – Piazza San Marco” direkt gegenüber vom Discounter. Heute Morgen schallte dem Chef und seinen Gästen ein germanisches Arrivederci Hans von Rita Pavone entgegen. Dieser – in Branchenkreisen Gattuso genannte – quittierte den Schallpegel nur noch mit “leicht” säuerlichem Blick. Nun, er hat mein vollstes Verständnis für jedwede Vergeltungsmaßnahmen. Ich würde mich nicht wundern, wenn sich der VW-Bus in den Nachmittagsstunden mit Betonschuhen versehen im Stadtkanal wiederfindet. Schließlich heißt es doch im weiteren Verlauf des Liedes:
Sie wußte, die Zeit geht zu Ende,
sie wußte, bald wird es gescheh’n.
HO Abkürzung für Handelsorganisation; 1948 gegründete Handelskette im Volkseigentum. Zunächst wurden in den HO-Läden markenfreie Waren zu überhöhten Preisen verkauft; damit sollte der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden. Später etablierte sich die HO als beherrschende Handelskette in Einzelhandel, Gastronomie, und Hotellerie, der nur der Konsum – allerdings mit kaum unterscheidbarem Angebot – eine vergleichbare Struktur entgegenzusetzen hatte. In den Sechzigerjahren betrieb die HO in Leipzig ein Versandhaus (der Konsum das Konsument-Versandhaus in Karl-Marx-Stadt).
Quelle: “DDR für Angeber” von Thomas Wieke
#gefunden in Zielitz bei Magdeburg
Hinweis: Zwischenzeitlich war der Artikel in den Untertiefen der Datenbank verschwunden. Ich habe keine Ahnung warum. @Hirse: Dein Kommentar ist leider unwiederbringlich gelöscht. Auch im Cache finde ich nichts mehr. Ich bitte um Entschuldigung und Nachsicht.
Erst neulich sagte man mir wieder, dass mein Gefühl der Unsicherheit beim Betreten dieser Stadt ein subjektives sei. Diese Einschätzung meiner objektiven Wahrnehmung schien mir eine ziemlich subjektive zu sein. Von oben betrachtet wirkt die Stadt beschaulich, manchmal trist, aber doch recht hübsch. Und sie ist laut, ja, sie ist ekelhaft unerzogen laut. Auch das mag subjektiv sein. Unzweifelhaft objektiv ist es, dass diese Stadt seit dieser Woche weniger beschaulich wirkt.
Unser Lieblings Drogerie-Dealer dm schließt am kommenden Samstag seine Pforten in der Hauptstraße. Zukünftig müssen wir dann rüber in diese Annenbude, um Alverde und Alnatura zu shoppen. Eine Beschwerde-Mail wurde von dm im üblichen Marketing-Sprech freundlichst erwidert. #Keine Chance, wir machen definitiv zu. Anketten lohnt sich nicht. Gestern startete der große Ausverkauf. 20% auf alles. Die Leiche war noch nicht mal kalt, da bildeten sich am Montagmorgen erste ostzonale Gedächtnisschlangen. Einige bekannte Gesichter beteiligten sich an diesem Blitzkrieg mitten in unserer Hauptstraße. Damit diese nicht ins Zeugenschutzprogramm flüchten müssen, bleiben sie ungenannt. Heute nach Feierabend legte ich sämtliche Scheu ab und wollte meinen Teil der Innereien sichern. Mit starrem Blick und leicht angeperlt ob der Störung meiner sozialen Kompetenz steuerte ich auf Regal 3 zu. Bog ab. Und kehrte gleich wieder um. Altnatura Wunderland war/ist ausgebombt. Ich werde wohl nie meinen Frieden schließen mit dieser Stadt, ihren Einwohner und sowieso, aber zumindest wissen WIR in der Not oder wenn es 20% auf alles gibt, was gut ist. Vrdmmt!
Nun, 20% gibt es schließlich nicht nur auf Dreimarkachtzig, sondern auch auf elektronische Zahnbrüsten des täglichen Bedarfs. Von diesen waren noch die Topmodelle in ausreichenden Mengen vorrätig. So konnte ich mir quasi den Sternenkreuzer unter den Zahnbürsten zulegen. Das Ding kann zwar nicht twittern oder podcasten, sonst ist aber alles mit drin. Der Clou: Die Zähne sind bis zu 20% weißer und das für 20% weniger! Bevor ich hier noch irre werde und mit meiner neuen Bürste bei Rossmann die Fensterbänke putze, schmettere ich ein letztes Waka Waka durch die Hauptstraße.
P.S. Für alle Mädels die hier mitlesen; der Nachmieter hat durchaus seinen Charme. Weihnachten soll wohl nochmals ein gesetzter Farbton zum Dekorieren angesagt sein.